Besondere Anpassungsleistungen erfordert der Klimawandel von einem der größten an Land lebenden Raubtiere der Erde, dem Eisbären.
Der Lebensraum schmilzt den weißen Riesen buchstäblich unter den Pfoten weg. Das Packeis, nur noch halb so dick wie vor zwei Jahrzehnten, taut immer zeitiger und gefriert viel später. Schon jetzt gibt es nur noch etwa 20.000 Eisbären in freier Natur - und jeden Tag werden es weniger. Sie ertrinken oder verhungern schlichtweg, weil mit ihrem Lebensraum auch die Jagdgründe „schmelzen".
Wie die Eisbären auf die neuen Umstände reagieren, wird von der Naturschutzorganisation „Polar Bears International" (PBI) in der südlichen Beaufortsee untersucht.
Die Beaufortsee ist ein Teil des Nordpolarmeers vor der Küste Alaskas und der kanadischen Territorien Yukon und Nordwest - Heimat zahlreicher Eisbären. Polar Bears International untersucht, welche Strecken die Bären zurücklegen, welche Eisstärken sie bevorzugen, um Verhaltensänderungen zu dokumentieren und irgendwann voraussagen zu können, wo die Eisbären in einer Zukunft unterschiedlichster Eisverteilungen und -stärken vermutlich leben werden. Ziel ist es, daraufhin geeignete Schutzzonen einzurichten, in denen die Tiere genug Nahrung finden und wo sie ihren Nachwuchs ungestört großziehen können.