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Bartgeier

Projekt Bartgeier

Die majestätischen Bartgeier waren in den Alpen bereits ausgerottet. Dank eines internationalen Auswilderungsprojektes unter der Mithilfe vieler Zoos sind dort Bartgeier heute wieder heimisch.

 

Als Lämmermörder verschrien
"Hänsel" und "Gretel" sehen immer aus, als hätten sie Hosen an. Die Beine der beiden Bartgeier im Erlebnis-Zoo Hannover sind von dichten hellroten Federn umgeben. Den Hals der beiden ziert ein kleines Büschel dunkler Federn, das einem Bart ähnelt - und der verleiht der seltenen Geierart ihren Namen. Früher war der Bartgeier in fast allen Gebirgen Südeuropas und in den Alpen verbreitet. Als Kindsmörder und Lämmerdieb verfemt, wurde der Bartgeier im Verlauf des 19. Jahrhunderts in den Alpen vollständig ausgerottet.

Rettung für die Geier
1978 wurde ein europäisches Projekt ins Leben gerufen, um die seltene Geierart in den Alpen wieder anzusiedeln. Die Daten aller Zoo-Bartgeier in Europa wurden gesammelt, und auf Basis dieser Daten geeignete Zuchtpaare zusammengestellt. Auch "Hänsel" und "Gretel" im Erlebnis-Zoo Hannover sind so ein Paar. Jedes Jahr ziehen die beiden ein Junges groß, das dann von Mitarbeitern des "Bartgeier-Projektes" abgeholt und in den Alpen freigelassen wird.

Zurück in die Wildnis
1986 flogen in Rauris (Österreich) wieder die ersten Bartgeier! Seither sind in vier Regionen 156 junge Bartgeier ausgewildert worden. Die Bartgeier fanden sich erstaunlich gut zurecht im Alpenraum. 1997 war es dann soweit: Phoenix, der erste in der Natur geschlüpfte Jungvogel, flog aus seinem Horst in Hochsavoyen. Seither sind 50 junge Bartgeier in der Natur geschlüpft und ausgeflogen.

Weitere Anstrengungen nötig
Doch noch ist das Projekt nicht beendet. Vielmehr sind weiterhin große Anstrengungen erforderlich, um ausreichend zoogeborene Vögel auszuwildern, die im Alpenraum lebenden Bartgeier zu überwachen und die Öffentlichkeit von der Harmlosigkeit dieses großen Knochenbrechers zu überzeugen. Dies ist nur dank einer beispielhaften internationalen Kooperation und der Unterstützung engagierter Spender möglich.

* Quelle: http://www.wild.unizh.ch

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