Auf Spurensuche per Peilsender

Auf Spurensuche per Peilsender

Zoo und Zoostiftung unterstützen ein wichtiges Eisbären-Projekt in der Beaufortsee

Zoo und Zoostiftung unterstützen ein wichtiges Eisbären-Projekt in der Beaufortsee

380x300 4 forscher-mit-sender

Besondere Anpassungsleistungen erfordert der Klimawandel von einem der größten an Land lebenden Raubtiere der Erde, dem Eisbären. Der Lebensraum schmilzt den weißen Riesen buchstäblich unter den Pfoten weg. Das Packeis, nur noch halb so dick wie vor zwei Jahrzehnten, taut immer zeitiger und gefriert viel später.

Wissenschaftler schätzen, dass bis Mitte dieses Jahrhunderts bereits zwei Drittel dieser majestätischen Tiere von der Erde verschwunden sein werden. Aufgrund der Erderwärmung schmilzt den Tieren das arktische Eis und damit ihr sicheres Jagdrevier buchstäblich unter den Pfoten weg.

Eisige Mission

Eisige Mission

Wie die Eisbären auf die neuen Umstände reagieren, wird von der Naturschutzorganisation Polar Bears International in Kanada (derzeit vorrangig in der Hudson Bay) untersucht. Polar Bears International stattet freilebende Eisbären mit einem Sendehalsband aus, um Daten zu gewinnen bzw. Verhaltensänderungen zu dokumentieren.

Außer Position und Wanderwegen werden Informationen über das Jagdverhalten, das Stammrevier und bevorzugte Lebensräume gewonnen. Die Forscher verknüpfen diese Informationen mit weiteren Daten und erhalten so einen zuverlässigen Bericht über den Zustand einer gesamten Eisbärengruppe. Sie wissen zum Beispiel, ob es Jungtiere gibt und ob diese am Leben sind.

Lange Wanderwege und Jagdzeiten sind ein Indiz dafür, dass das Packeis – das einst sichere Jagdrevier der Eisbären – schmilzt und den Tieren kräftezehrende Schwimmstrecken abverlangt. In einem Fachmagazin wurde kürzlich berichtet, dass eine mit einem Sendehalsband ausgestattete Eisbärin ununterbrochen eine Strecke von 687 km in neun Tagen schwamm und dabei Berechnungen zufolge über 20 % ihres Gewichts verlor.

380x300 5 forscher-wiegen-eisbaer

© Daniel J. Cox

02 Picture by Daniel J. Cox

Schutzzonen sind dringend nötig

Schutzzonen sind dringend nötig

Ziel ist es, voraussagen zu können, wo die Eisbären in einer Zukunft unterschiedlichster Eisverteilungen und -stärken vermutlich leben werden und daraufhin geeignete Schutzzonen einzurichten, in denen die Tiere genug Nahrung finden und wo sie ihren Nachwuchs ungestört großziehen können.

Immer mehr Bären hungern oder ertrinken gar vor Schwäche, da sie oft tagelang schwimmen müssen, um auf der Jagd nach nahrhaften Robben erfolgreich zu sein. Mangelnde Fettreserven und Gewichtsverlust sorgen außerdem dafür, dass immer weniger Eisbärinnen ihre Jungen am Leben erhalten können.

Eisbären, die Peilsender tragen, liefern den Forschern wichtige Daten darüber, wo sie am häufigsten Nahrung suchen, wo sie sich bevorzugt aufhalten und welche Wege sie auf der Nahrungssuche zurücklegen.

380x300 2 eisbaer-schwimmt-im-eis

polarbear markierung

Jeder Betrag zählt!

Jeder Betrag zählt!

Nach spätestens zwei Jahren muss solch ein Sendehalsband allerdings erneuert werden. Deshalb möchten wir die Aktion auch zukünftig unterstützen – bitte helfen Sie uns dabei!

Eine Bärin mit einem Sendehalsband auszustatten und die Daten zu sammeln, kostet rund 5.000 Euro.

Wir freuen uns über Ihre Spende auf folgendes Spendenkonto:
Sparkasse Hannover
Konto 900 245 247
BLZ 250 501 80

IBAN: DE55 2505 0180 0900 2452 47
BIC: SPKHDE2HXXX

Verfolgen Sie hier die Wege der Eisbären

Verfolgen Sie hier die Wege der Eisbären

Klicken Sie auf die Karte und finden Sie dann den orangen Bären "X33556"

Klicken Sie auf die Karte und finden Sie dann den orangen Bären "X33556"

BearTracker Link zu Polarbearsinternational